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Trotz mehrmaliger Berennung durch große und
schlagkräftige Heere ragen heute die Mauern Alt-Akkos trutzig wie
wenige Stadtmauern der Welt, bis auf zwei Breschen, die im
zwanzigsten Jahrhundert die britische Besatzungsmacht sprengte, um
motorisierten Truppen die Einfahrt zu ermöglichen.
Eine Mauerkronenbegehung auf land‑ wie seeseitigem
Festungswall ist ein ganz eigenartiges Erlebnis, das die militärische
Stärke der so stark bewehrten Stadt deutlich fühlbar macht.
Befestigt wurde die Altstadt zuerst in der ersten
mohammedanischen Periode. Der Sultan Ibn Tulun (868‑884) ließ Akko
mit Mauern umgeben und ihren Hafen erneuern. Diese wurden 1071 in
Erwartung des Seldschukeneinfalls und wiederum 1099 beim Anmarsch des
Kreuzheeres ausgebessert. Die siegreichen Kreuzfahrer bauten die
Mauern Akkos von neuem auf, erweiterten zu Anfang des
13. Jahrhunderts die Befestigungen um eine zusätzliche
Verteidigungslinie, bauten neue Türme und erhöhten die Mauer.
1291 rissen die Mamelucken die Stadtmauer gänzlich ab.
1750 ließ der Beduinenhäuptling Daher el'Ummar die Mauern
wieder aufbauen.
Zwischen 1775 und 1799 verstärkt durch elDschasar konnte die
Stadtbefestigung der napoleonischen Belagerung zwar mit erheblichen
Schäden, aber zuletzt doch erfolgreich standhalten.
Zwischen 1800 und 1814 wurde Akko mit neuen Mauern umgeben,
den besonders dicken doppelten elDschasar–Mauern mit ihren vielen
breiten und starken Wachttürmen. Außerdem wurden Mauern und Türme mit
schwerem Geschütz zur Verteidigung der Stadt bestückt. |