Chan el'Umdan Der Uhrturm bei Nacht
 

Karawansereien



 Chan eschSchawarda

Der Chan eschSchawarda (die „Händlerkarawanserei“) wurde vermutlich von Daher el'Ummar im 18. Jahrhundert erbaut. Er besteht aus einem vonPfeilern umgebenen quadratischen Hof mit Resten einer Viehtränke in der Mitte.

In der britischen Mandatszeit wurden Breschen in Nord‑ und Südwand des Hofes gebrochen, um den Verkehr zu erleichtern. Vermutlich stand an der Stelle der Karawanserei zur Kreuzfahrerzeit ein Clarissinnenkloster. Die Nonnen sollen sich beim Eindringen der Mohammedaner in die Stadt die Nasen abgeschnitten haben, um nicht von ihnen beschlagnahmt zu werden. (So Mondril 1697).




 

Chan eschSchuneh

Etwa 30 Meter nordwestlich des Chan el'Umdan steht immer noch die älteste Herberge Akkos — der Chan eschSchuneh (die „Scheunenkarawanserei“). Eine arabische Torinschrift berichtet von ihrer Erneuerung und Ausbesserung unter Daher el'Ummar.

Das Besondere an dieser Herberge ist, daß wesentliche Bauteile hauptsächlich des Erdgeschosses noch aus der Kreuzfahrerzeit stammen.

 Eingang des Chan eschSchuneh
Der Uhrturm im Chan el'Umdan

Chan el'Umdan

Eine große Händlerkarawanserei in unmittelbarer Nähe des Hafens, die dem internationalen Handel diente. Kaufleute, die im Hafen an Land gingen, luden ihre Waren in den Lagern der Karawanserei im Erdgeschoss ab und mieteten sich im Obergeschoß ein, das ein ganz eigenartiges Hotel war.

Der gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch Achmed elDschasar gebaute Chan stützt sich auf eine Reihe granitener Säulen aus nahegelegenen Trümmerstätten.

Der Karawansereihof steht Besuchern zu jeder Tageszeit offen.

 Chan el'Umdan



Chan elFarandsch

Der Chan elFarandsch wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von französischen Kaufleuten an einer Stelle gebaut, an der zur Kreuzfahrerzeit der Mittelhof des venezianischen Viertels gelegen hatte.

Dieses ist die älteste bis heute erhaltene Karawanserei Akkos. Sein Name wurde ihm wegen der französischen Erbauer und früheren Bewohner angehängt. Die Tätigkeit der französischen Kaufleute in Akko erreichte ihren Höhepunkt im späten 18. Jahrhundert, bevor sie 1791 durch Dschasar Pascha ausgewiesen wurden. Nach ihrer Vertreibung bemächtigte sich der Pascha des Baumwollhandels, auf den sie bis dahin fast ein Monopol gehabt hatten.

Zu Anfang des 18. Jahrhunderts wohnte im Chan elFarandsch der Gouverneur von Akko, der zur größeren Sicherheit dorthin umgezogen war, um den französischen Händlern auf die Finger sehen und umso besser die Steuern von ihnen eintreiben zu können.

Heute sitzt in einem Flügel des Chans eine Schule.

Der Karawansereihof steht der Öffentlichkeit offen.




Chan elFarandsch — Luftansicht