Der Akkoer Hafen
 

Jachtanleger und
Fischereihafen












Fischerei


Der Akkoer Hafen

Der erste Akkoer Hafen war wahrscheinlich in der unteren Na'aman-Mündung. Erwähnt finden wir ihn zuerst im Zusammenhang mit dem Eroberungszug des Perserkönigs Kambyses nach Ägypten, 525 bis 525 unter Null, in dessen Zuge in Akko Hunderte von Schiffen zur Beförderung von Truppen, Pferden und Nachschub zusammengezogen wurden. Daß Akko zu solch einer Unternehmung geeignet befunden wurde, bezeugt, daß die südliche Mole damals schon gebaut war.

Der Hafen in der ersten mohammedanischen Periode

Zur Zeit des Kalifen Mu'awajah, des Gründers der Omajjadendynastie, wird der Hafen Akko wieder erwähnt. Dieser war im Rahmen seiner Seepolitik, die schließlich zur Eroberung Zyperns für das Mohammedanerreich führte, die Küstenorte zu stärken bestrebt. Dazu gehörte auch die Anlage einer großen Werft im Akkoer Hafen, die allerdings nicht on langem Bestand war. Der ägyptische Machthaber Achmed ibn Tulun (868‑884) brachte das Heilige Land und einen großen Teil Syriens an sich, und im Zuge der Konsolidierung seiner Besitztümer beschloß er ähnlich wie in Tyrus auch in Akko den Hafen und die Stadtbefestigungen wiederherzustellen.

Der Hafen zur Zeit der Kreuzzüge

Unter der Herrschaft der Kreuzfahrer nahm die Bedeutung des Hafens Akko zu. Die Seeverbindung der Ritterkolonie mit Europa stützte sich auf diesen für sie lebenswichtigen Hafen. Die Schiffahrt war weitgehend auf die Monate Mai bis Oktober beschränkt, und große Flächen wurden zur Lagerung von Waren und von allerlei Bedarf für die Pilgerherbergen benötigt, und desgleichen für Ausbesserung und Unterbringung von Schiffen.

In der osmanischen Zeit

Nach der osmanischen Eroberung geriet der Hafen außer Gebrauch und sank zum bloßen Fischereihafen ab. Zeichnungen Reisender aus dem 18. Jahrhundert zeigen die Südmole und die damals noch ziemlich hohen Reste der Kreuzfahrermauer.

Auch der Wehrbau auf dem Fliegenturm blieb gut erhalten, und oben darauf wurde eine Moschee gebaut. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts versuchte Daher el'Ummar die Stadt wiederaufzubauen und neu zu befestigen. Anscheinend gelang es ihm im Zuge seiner Bemühungen um die Hebung des Seehandels gegen Ende seiner Tage, den Hafen so weit instandzusetzen, daß Segelschiffe dort anlegen und Ladung löschen konnten.

Während des ersten Drittels des 19. Jahrhunderts blieb der Hafen benutzbar und diente des öfteren der ägyptischen Flotte Muchammad 'Alis und Ibrahim Paschas. Die Beschießung durch die vereinigte britisch-österreichische Flotte 1840 beschädigte die Südmole und den Fliegenturm und machte den Hafen unbrauchbar.

 . Der Jachtanleger — Luftansicht

Der Landungsplatz des Heiligen Landes

Das Heilige Land zog seit jeher von weither Pilger an, vor allem Juden und Christen.Viele davon kamen durch den Akkoer Hafen ins Land. Die Bedeutung der Stadt Akko stieg vor allem nach ihrer Eroberung durch die Kreuzfahrer 1104, von der an Akko zum Haupteinfallstor des Landes wurde.

 




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Der Fliegenturm - Zeichnung von 1814